Jahresrückblick 2018 – Mein Revue zu einem grandiosen Jahr

21.12.2018 – Schon wieder sind es nur noch schlappe 240 Stunden, bis Butler James wieder volltrunken seine Stolperprozedur durchzieht und alle Welt schmunzeln lässt. Bis wieder die Korken knallen, der Raclettekäse schmilzt und das neue Jahr bevorsteht.

Krass, dass es das schon wieder war. Und ich habe das Gefühl, dass ich mich von Jahr zu Jahr wiederhole, wenn ich von einem extrem ereignisreichen und intensiven Jahr berichte. Aber es stimmt. Anders kann ich 2018 kaum bezeichnen.

2017 ist schon so viel passiert. Dadurch, dass ich meinen sicheren Job schmiss und Vollzeit-Freiberufler wurde, hatte sich wahrlich mein Leben verändert. Und am Silvesterabend saß ich da und dachte mir, dass 2018 sicher auch cool würde und dass sich das alles so positiv fortsetzt, aber dass es meine Gefühle zu dem Zeitpunkt nicht toppen könnte.

Ein Irrtum, ehrlicherweise.

Denn spätestens ab der zweiten Jahreshälfte 2018 nahm das alles so viel Fahrt wie noch nie zuvor auf. Allein am ersten Juni erreichten mich Anfragen für vier neue Projekte. Plötzlich war ich ausgebucht. Das erste Mal und auf Wochen.

Das war eine Situation, die ich nur ein Jahr nach meinem Start als wirklich freier Texter nie erwartet hätte. Dass ich neue Anrufer auf mindestens sechs Wochen vertrösten musste. Das Krasse dabei war aber nicht das Volumen, sondern dass die Leute tatsächlich warteten. Mehr als sechs Wochen. Und ich dachte mir „Wow, die warten jetzt echt auf mich, dass ich hier durch bin und bei denen weitermache, was für ein Wahnsinn!“. Vielleicht kamen diese sechs Wochen aber auch nur mir so geraum vor 🙂

Speaker karlsCORE
Für zehn Minuten durfte ich auf der karlsCORE Public Konferenz in die Rolle eines Speakers reinschauen.

Du merkst es vielleicht: So wirklich fassen kann ich das alles nicht, was immer passiert.

Aber wie dem auch sei – Diese Situation kam ein erstes Mal, flachte um die Sommerpause herum ab und stellte sich dann später im Jahr dauerhaft wieder ein. Und ich weiß bis heute nicht, was ich explizit getan habe, um das so zu erreichen. Ich weiß nur, dass da draußen viele sehr liebe Menschen sind, die dank der vielen Empfehlungen dafür mitverantwortlich sind. Die mich außerdem pushen. Und diesen Menschen bin ich zutiefst dankbar. Das kann ich nur immer wiederholen.

Auch meine Grenzen kenne ich nun.

Ausgebucht zu sein, ist ein für mich noch unbeschreibliches Gefühl. Insbesondere, weil ich mir kurz vor dem Start als freier Texter noch so viele Gedanken um die Sicherheit gemacht hatte. Dass Aufträge ausbleiben könnten und ich dann entsprechende Konsequenzen ziehen müsste. So kam es mit dem DSGVO-Monat namens Mai dann ja auch einmal, dummerweise auch noch verbunden mit Investitionen, die ich ausgerechnet im Mai vornahm. Und dann kam im Juni wie beschrieben die Flut und ich erlebte kurz hintereinander beide „Extreme“.

Angesichts des zweiten Extrems weiß ich nun auch, wie es sich anfühlt, wenn der Kopf leer ist und der Körper nach einer Pause schreit.

Das kannte ich vorher nicht. Ich war schon immer eher der Workaholic-Typ. Und doch fühlte es sich in diesem Moment so wunderbar an, als ich auf meiner Website einen Urlaubshinweis einbinden und den Schreibtisch verlassen konnte. Es fühlte sich so an, als würden sich Fesseln lösen. Auch, weil ich wusste, dass die Qualität meiner Arbeit unter der Situation litt und ich einfach nur raus wollte.

Texter Hamburg – Avatar
Avatar-Eike.

Aber ich möchte überhaupt nicht darüber nörgeln. Denn letztendlich hat mich diese Situation dazu gebracht, meine Arbeit und die Zeit, die ich hineininvestiere, prinzipiell zu hinterfragen. Sie hat dazu geführt, dass ich mich anders organisierte und mir arbeitstechnisch Grenzen setzte. Dass ich einfach mehr auf mich achtete.

Und siehe da: Am Auftragsvolumen hat sich zu vor der Sommerpause nicht viel verändert. Aber jetzt vor der Weihnachtspause fühle ich mich nach ebenfalls mehrmonatiger Arbeit echt gut und auch fit. Obgleich ich mich natürlich trotzdem auf die Auszeit freue 🙂

Mensch, so viel erlebt schon wieder.

Elbcontent Texter-Speaker Contentixx Titel
Der Titel meines Vortrags auf der Contentixx 2019 steht bereits – 45 Minuten klare Kante gegen langweilige Inhalte im Netz.

In dieser Auszeit werde ich an viele wunderbare Erlebnisse aus 2018 zurückdenken können. Beispielsweise an meine ersten Konferenzbesuche, bei der Contentixx und SEO-Campixx in Berlin. Es war mir eine riesige Freude, bereits dort viele Leute persönlich zu treffen, die ich vorher nur von Facebook kannte. In Berlin werde ich übrigens auch 2019 wieder sein und diesmal sogar als Speaker.

Apropos, auch mein erster Vortrag auf einer Konferenz war echt irre. Dass ich vielleicht mal irgendwann im kleinen Rahmen vor 20 Leuten etwas erzähle, konnte ich mir schon vorstellen. Aber sofort mit 160 Leuten und Mikrofon bei der karlsCORE Public-Konferenz anzufangen, tja, warum nicht? 🙂 Die entsprechende Einladung per Mail dazu musste ich übrigens zweimal lesen. Das war ein echter Wow-Moment.

Elbcontent Texter Immoscout
Das wahrscheinlich größte Projekt bisher für mich: Immobilienscout24.

Dann war da auch noch dieser Wow-Moment, als mich der Benjamin von Immobilienscout24 – also wirklich von der führenden deutschen Immobilienplattform – anrief und mich als Exklusiv-Schreiber für den neuen Finanzbereich des Portals wollte. „Na klar mache ich das“, habe ich natürlich sofort erwidert. Aber es brauchte danach noch ein bisschen, um zu realisieren, an was für einem enormen Projekt ich da nun mitarbeiten darf.

Nachdem ich damals schon ein sehr ähnliches Kreditprojekt durchgeführt hatte, dachte ich, dass so etwas nicht noch einmal kommt. Mit Immobilienscout habe ich das Projekt tatsächlich noch einmal und diesmal komplett anders. 2019 wird dahingehend wirklich heiß und darauf freue ich mich.

Einen ähnlichen Wow-Effekt wie bei Scout hatte ich, als ich meinen kleinen Avatar-Buddy bekam, der nun immer wieder durch meine Grafiken und Bilder hoppst. Zusammen mit den Worten “Willkommen in der Familie!” war das echt Herz-erwärmend. Dankeschön an Karl Kratz und Justine, dass ich dabei sein darf.

Auch meine Woche in Österreich ist auf keinen Fall zu vergessen. Es war die wahrscheinlich intensivste und schönste Konferenzwoche des Jahres. Warum, das habe ich in meinem Recap zur OMX und SEOkomm beschrieben. Und ins sprachliche Fettnäpfchen bin ich dabei auch noch getreten. „Ein kleines Alster bitte“ – Kellner: „Wo kommscht’n Du her?!“

Mit den verschiedenen Konferenzen und Seminaren habe ich zwei wesentliche Vorsätze für 2018 erfüllt. Nämlich, mich konsequent weiterzubilden sowie die lieben Menschen aus dem Online-Netzwerk endlich mal persönlich zu treffen.

Andere Vorsätze wie das Finden neuer Arbeitsorte und die Arbeitstour durch Deutschland / Europa fielen hinten über. Sicher wird das aber noch einmal kommen.

Wie sieht es mit den Vorsätzen für 2019 aus?

Letztes Jahr schrieb ich, dass es mir nicht um x Euro mehr Umsatz oder um y neue Kunden geht. Sondern dass es sich dabei um Geschenke handelt, die man sich immer wieder aufs Neue verdienen muss und für die man dankbar sein muss. Und dass an die alternative Rendite zu denken ist. Das heißt, nicht an die Zahlen, sondern die Freude und Leidenschaft dahinter. Daran hat sich für mich nichts geändert.

Texter Hamburg – EikeDaher setze ich mir auch in diesem Jahr keine Umsatzziele oder so etwas. Stattdessen nehme ich mir ein paar andere und auch altbekannte Punkte vor:

  • Wieder schöne Konferenzen und Seminare besuchen, um mich weiterzubilden, inspirieren zu lassen und liebe Menschen zu treffen
  • Weiter an der Website zu arbeiten und all das Gelernte aus 2018 endlich anzuwenden, wobei auch hier im Blog mehr passieren wird
  • Leerer Kopf-Situationen zu vermeiden und konsequent Auszeiten zu nehmen, wenn ich sie brauche.
  • Umstrukturierungen vorzunehmen, um mich weniger um interne Sachen kümmern zu müssen und mich mehr noch aufs Schreiben konzentrieren zu können
  • Ein bis zwei mir unbekannte Orte in Deutschland herauszusuchen, die ich besuche, um dort zu arbeiten und sie zu entdecken

Und hiermit bleibt mir jetzt nur noch, Dir ein wunderschönes Weihnachtsfest sowie einen fabelhaften Rutsch ins neue Jahr zu wünschen. Danke, dass Du Dir meinen Jahresrückblick durchgelesen hast 🙂

Und damit auf in ein einmal mehr spannendes sowie intensives 2019!